Die 80ger des KPOP – Jo Kwon – Crosswalk

Was einst die 80ger für uns Europäer war, dies scheint nun auch in Korea angekommen zu sein. Täglich neue Bands und Solokünstler und das Geschäft mit der Musik floriert.
KPOP ist im Höhenflug, während die Deutsch/Österreich/Schweizer Musikindustrie gerade seine Depression erlebt und lediglich auf UK-Importe und US-Charts setzt.

Boy-Bands wie 2AM, 2PM, EXO, B.I.G, BTS, GOT7, Infinite, SHINee oder U-KISS sind Namen, die wohl jeder KPOP Fan kennt.

Jo Kwon Mens Health
 
Bei den männlichen Solosängern hat sich ein Mitglied der Band 2AM einen besondern Namen gemacht und steht auch derzeit mit dem Begriff „Dirty Eyed Boy“ in Diskussion. Hierbei geht es um Sexualrollen und gleichgeschlechtliche Orientierung von Musikern.
Im KPOP gibt es zahlreiche Boybands und Sänger, aber keine offen Schwul oder Lesbisch lebende Vorbilder. Durch die Diskussion über die „Dirty Eyed Boys“ soll dies nun etwas angeheizt werden.

Dirty Eyed Boys
 
Die Pop-Indistrie kennt bereits zahlreiche schwule Künstler wie: Freddy Mercury, Elton John, Ricky Martin, Boy George, Mika, Clay Aiken, Marc Almond (Soft Cell), Holly Johnson (Frankie Goes to Hollywood), Jimmy Somerville (Bronski Beat), Darren Hayes (Savage Garden), Rob Halford (Judas Preist), Andy Bell (Erasure), Michael Stipe (R.E.M.) …
oder aus Boybands: George Michael (Wham), Neil Tennant (Pet Shop Boys), Stephen Gately (Boyzone), Eloy De Jong (Caught in The Act), Lance Bass (N`Sync), Jonathan Knight (New Kids on The Block), Jaymi Hensley (UnionJ), Mark Feehily (Westlife), … um nur einige zu nennen.

In Süd-Korea, wo Homosexualität zwar legal ist, gilt in der breiten Bevölkerungsschicht noch die Vorstellung, dass Homosexualität obzön und schädlich ist, wobei in Nordkorea Homosexualität noch mit Gefängnisstrafen geahndet wird. Das Outing eines Boyband-Mitglieds würde sicherlich ein gewaltiges Medienecho erzeugen.

Hier steht nun Jo Kwon, der gerade seine neue Ballade „Crosswalk“ vorstellt, schon länger auf der Liste des Vorreiters für sein Coming Out als erster Homosexueller Musiker Koreas.

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Ebenso aus einer KPOP-Boyband „SHINee“ zu einer Solokariere berufen startet JongHyun als neuer Stern derzeit voll durch. Auch der 25jährige mit der brillianten Stimme fällt bei uns in den Bereich „Dirty Eyed Boys“. Unten anbei findet ihr sein erstes Album in voller Länge.

Jonghyun - Dirty Eyed Boys
 
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Hier noch ein kleine Sammlung von Musikvideos:

GOT7 „A“
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BTS „Run“
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EXO „CALL ME BABY“
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BIGBANG „LOSER“
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B.I.G „Hop“
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INFINI „Bad“
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SHINee „Married To The Music“
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U-KISS „Man Man Ha Ni“
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2PM „My House“
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2AM „Days like today“
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Union J Sänger George ist Bisexuell

Union J Bandmitglied George Shelley hat ein Youtube-Video zu seine Sexualität veröffentlicht, da seine Fans immer wieder darüber spekuliert haben, ob er nun vielleicht schwul oder bisexuell ist.
In dem Video mit dem Titel „Ich habe etwas, worüber ich sprechen muss“, spricht der gutaussehende Sänger, dass er während seiner Zeit bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ beschlossen hat, dass es Zeit wird ehrlich zu sein.

George Shelley Union J Bisexuell
 

„Ich hatte ständig online über die Spekulationen online gelesen, ob ich jetzt homosexuell oder bi bin“ so der Sänger, „diese Etikette ist für mich einfach etwas altmodisch, weshalb ich mich selbst nicht in dieses Schema pressen möchte.“
„Ich hatte Partnerinnen, die ich geliebt habe, und dies war eine einmalige Zeiten meines Lebens, aber ich hatte auch Partner“ so George weiter „ob ich künftig darüber entscheiden mit einem Mädchen, oder einem Jungen zu sein, entscheidet die Liebe.“
„Ich habe mich nicht verändert, sondern bin immer noch die gleiche Person, die ich immer gewesen bin, nur habe ich nun etwas weniger Angst, ich selbst zu sein und das macht mich sehr glücklich!“, so der Sänger abschliessend.

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David Bowie, ein Mensch vom anderen Stern

In den frühen 80gern bekam David Bowie seine internationale Aufmerksamkeit. Mit dem Song Heroes, der bereits 1977 erschien, feierte er in Deutschland ein populäres Comeback in dem Film Christiane F. (1981). Zuvor hatten sich nur eingefleischte Fans auf die Musik aus Ziggy Stardust (1973) von Bowie eingeschworen, doch dies änderte sich in den folgenden Jahren zunehmend.

David Bowie R.I.P.
 

Im Jahre 1980 belagerte Bowie sämliche internationale Charts mit dem Titel Scary Monsters (and Super Creeps) und diesem Song folgten weitere Hits.

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Heute könnte man Bowie als New Wave, Punk und Pop bezeichnen, denn sein Bogen spannte sich duch viele Jugend-Bewegungen, die damals angesagt waren. Punker, Rocker und Popper vereinten sich zu seinen Songs und seine Extravaganz nahm viel Einfluss auf eine sexuelle Revolution, die in der 80ger-Jugend durchbrach.

David Bowie Ziggy Stardust
 

Es ging nicht um kurze Röcke, wie in den 60gern, sondern um die sexuelle Revolution der Männer, nicht nur männlich sein zu müssen. Die Bisexualität Bowie gab nicht nur der Gay-Szene Impulse, sondern auch der Begriff Androgyn wurde durch Bowie definiert. Auch heterosexuelle Männer empfanden androgyne Männer als erotisch, obwohl es vielen Männern auch damals schwer fiel dies zuzugeben.

David Robert Jones (David Bowie † 10. Januar 2016), der am 8. Januar 1947 in Brixton geboren wurde, hatte durch eine Schlägerei ein Auge fast verloren. Geblieben war ein dunkleres Auge, das zu einem seiner Markenzeichen wurde.

David Bowie Pictures
 

Im schauspielerischen Bereich war David Bowie ein Ausnahmetalent. Furyo – Merry Christmas, Mr. Lawrence (1983) ist heute noch ein Film, der die Homosexualität des Lagerhauptmanns Yonoi und dem unbeugsamen Major Celliers (David Bowie), als gelungener Bestandteil des Films integriert. Ebenso wurde Bowies Musik stehts zum Bestandteil von erfolgreichen Filmen.

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Mit David Bowie starb eine bedeutende, als geschlechtslos definerte Ikone der LGBTI-Bewegung, die als ausserirdisch galt!

Für Besucher unserer Seite, die Bowie bislange nicht kennen, bietet Wikipedia weitere Fakten, da wir uns in unserem Nachruf nur um Fakten um LGBTI beschränkten.

R.I.P. David Bowie
 

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David Bowie – Lazarus

Look up here, I’m in heaven
I’ve got scars that can’t be seen
I’ve got drama, can’t be stolen
Everybody knows me now
Look up here, man, I’m in danger

I’ve got nothing left to lose
I’m so high it makes my brain whirl
Dropped my cell phone down below
Ain’t that just like me

By the time I got to New York
I was living like a king
Then I used up all my money
I was looking for your ass

This way or no way
You know, I’ll be free
Just like that bluebird
Now ain’t that just like me

Oh I’ll be free
Just like that bluebird
Oh I’ll be free
Ain’t that just like me
 

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Menschenrechtsgerichtshof verurteilt Österreich

Wahre Abrechnung
Maßnahmenvollzug: Menschenrechtsgerichtshof verurteilt Österreich

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Österreich vor kurzem einstimmig wegen überlanger Dauer der Überprüfung einer Anhaltung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt (Kuttner v Austria 2015). Das Urteil beinhaltet zudem eine wahre Abrechnung mit dem System des Maßnahmenvollzugs, das als schwer menschenrechtswidrig verurteilt wird. Österreichische Gerichte hingegen gießen noch Öl ins Feuer.

RKL - Rechtskomitee Lambda
 
 
 

Das österreichische System des Maßnahmenvollzugs sieht vor, dass Straftäter in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher (§ 21 StGB), in Anstalten für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher (§ 22 StGB) sowie in Anstalten für gefährliche Rückfalltäter (§ 23 StGB) untergebracht werden können.
Während die Einweisungen in Anstalten für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher und in Anstalten für gefährliche Rückfalltäter kaum vorkommen, weisen Österreichs Strafgerichte immer mehr Straftäter in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher ein. Wurden Anfang der 80er Jahre noch rund 300 in solchen Anstalten angehalten, sind es heute bereits fast 1.000.

Potentiell lebenslänglich

Rund die Hälfte der Insassen der Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher sind zurechnungsfähig und erhalten für ihr Delikt eine Strafe. Zusätzlich erfolgt die Einweisung, die bei einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher potentiell lebenslänglich ist (entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher: max. 2 Jahre; gefährliche Rückfalltäter: max. 10 Jahre).
Die Notwendigkeit der weiteren Anhaltung muss laut Gesetz einmal pro Jahr vom Gericht geprüft werden. Laut österreichischem Obersten Gerichtshof genügt es, wenn das Gericht das Überprüfungsverfahren innerhalb der 1-Jahres-Frist einleitet. Die Entscheidung kann später ergehen. Diese Judikatur des OGH erwies sich nun als menschenrechtswidrig. Im vorliegenden Fall (Kuttner v Austria 2015) dauerte es 16 Monate von der letzten rechtskräftigen Entscheidung über die Fortsetzung der Anhaltung bis zur darauffolgenden solchen rechtskräftigen Entscheidung. Für den EGMR war das kein zügiges Überprüfungsverfahren mehr wie es die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) (Art. 5 Abs. 4) garantiert.

Vernichtendes Urteil

Einer der EGMR-Richter nahm die Verurteilung wegen der überlangen Verfahrensdauer zum Anlass, sich darüber hinaus grundsätzlich mit dem System des österreichischen Maßnahmenvollzugs auseinander zu setzen und kommt zu einem wahrhaft vernichtenden Urteil.

Der portugiesische Richter Paulo Pinto de Albuquerque bezieht sich auf die langjährige massive Kritik des Systems durch den Rechnungshof, die Volksanwaltschaft und die Wissenschaft und weist darauf hin, dass die von Justizminister Brandstetter eingesetzte „Arbeitsgruppe Maßnahmenvollzug“ selbst „ernstzunehmende menschenrechtliche Probleme“ festgestellt hat sowie „im Lichte des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes“ die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen die zunehmende Anhaltedauer.

Willkürliche Gutachterpraxis und mangelhafte gerichtliche Aufsicht

Die österreichischen Gesetze in diesem Bereich seien „durch und durch vage“, was verstärkt werde durch „willkürliche psychiatrische (Gutachter)Praxis“ und durch einen „Mangel an ordentlicher gerichtlicher Aufsicht“ (par. 6). Das „Fehlen einer wissenschaftlichen Basis für das veraltete ´Abnormalitäts´-Konzept begünstige einen Teufelskreis durch den Delikte, die ungewöhnlich sind oder die ungewöhnliche Merkmale aufweisen, per se als Ausdruck einer Persönlichkeitsstörung gewertet werden, die automatisch mit Gefährlichkeit gleichgesetzt wird“ (par. 6).
Sowohl die Einweisungen als auch die Anhaltedauer steigen. In den letzten Jahren erfolgten auch immer mehr Einweisungen in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher auf Grund von bloßen Vergehen, kritisiert der EGMR-Richter (par. 7).

Strafe statt Therapie

Das dem Maßnahmenvollzug zu Grunde liegende Prinzip „Therapie statt Strafe“ werde in der Realität des Vollzugs faktisch in sein Gegenteil verkehrt: in „Strafe statt Therapie“ und erfülle damit die gleiche Rolle wie die deutsche Sicherungsverwahrung 1933 (par. 8).

Der „Etikettenschwindel der Einstufung als ´abartige´ Personen“ diene dazu, die restriktiven gesetzlichen Anforderungen an die Unterbringung in einer Anstalt für gefährliche Rückfalltäter (§ 23 StGB) (die damit zu totem Recht gemacht wird) zu umgehen und potentiell lebenslänglich einzuweisen (par. 9).

Unfaire Gerichtsverfahren

Zudem seien auch noch die Überprüfungsverfahren der Gerichte vielfach unfair: die Anhörungen sehr kurz, Beweisanträge werden oft abgewiesen, Ladungen erfolgten zu kurzfristig, Zugang zu und Beratungen mit Verteidigern ungenügend, und alternative Sachverständigengutachten nicht zugelassen, obwohl gerade die kritische Überprüfung der oft sehr mangelhaften Gerichtsgutachten von „besonderer Wichtigkeit“ sei (par. 11, par. 5 FN 11). Die Garantie einer regelmäßigen gerichtlichen Überprüfung der Anhaltung sei „mehr virtuell als real“, so der EGMR-Richter.

Dringender Handlungsbedarf

Zusammenfassend qualifiziert die Zusatz-Opinion zum Urteil des EGMR das österreichische System der Einweisung in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher als eine „vage und unverhältnismäßige Form unfreiwilliger Einweisung zurechnungsfähiger Personen in psychiatrische Einrichtungen“ (par. 12). Das österreichische System sei „rechtswidrig, unverhältnismäßig und diskriminierend“ (par. 12). Zudem sei ein weitverbreitetes Versagen festzustellen, in den gerichtlichen Überprüfungsverfahren die von der Menschenrechtskonvention garantierten Standards einzuhalten (par. 12). Es sei höchste Zeit für die Verantwortlichen zu handeln und das System des Maßnahmenvollzugs im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Österreichs zu reformieren (par. 12).

Im Gegensatz zu diesem vernichtenden Befund aus dem Menschenrechtsgerichtshof gießen österreichische Gerichte noch Öl ins Feuer.

Nach der Judikatur der Höchstgerichte und der herrschenden Meinung darf eine Einweisung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nur erfolgen (oder eine Anhaltung bei einer Überprüfung fortgesetzt werden), wenn (a) das Delikt unter dem Einfluß eine höhergradigen geistig seelischen Abartigkeit begangen wurde, (b) eine hohe Rückfallgefahr in Schwerkriminalität bestehe und (c) diese hohe Rückfallgefahr nicht durch ambulante Maßnahmen hintangehalten werden kann, wobei alle drei Voraussetzungen „mit voller Bestimmtheit“ vorliegen müssen und im Zweifel nicht einzuweisen (oder fortzusetzen) ist (siehe Ratz in Wiener Kommentar zum StGB 2. Auflage Vorbem zu §§ 21-25 Rz 1, 4; § 45 Rz 10; § 47 Rz 5ff, 7, 10, 11, 14).

Kein Rechtszug an die Höchstgerichte

In der Praxis werden diese vernünftigen Anforderungen von Untergerichten immer wieder ignoriert. Und die Geltendmachung von Menschenrechtsverletzungen beim Obersten Gerichtshof ist in Straf- und Maßnahmenvollzugssachen ausgeschlossen (!); ganz anders als im gesamten übrigen Bereich des Strafrechts. Die allein vor dem Obersten Gerichtshof zur Anfechtung in solchen Sachen berechtigte Generalprokuratur (die dem Justizminister untersteht) verweigert regelmäßig die Herantragung an das Höchstgericht.

So werden Personen trotz unstrittig nicht hoher (sondern geringer oder mittelgradiger) Rückfallgefahr weiter (potentiell lebenslänglich) angehalten (OLG-Wien 25.09.2014, 17 Bs 314/14x: 14-39% nach unzutreffenden kanadischen Daten, 4-14% nach öst. Daten laut der Begutachtungsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter des BMJ und SV-Befund ausdrücklich „niedrige Rückfallgefahr“; OLG-Wien 30.07.2014, 21 Bs 257/14v: 12-24% nach unzutreffenden kanadischen Daten, 8-15% nach öst. Daten laut der Begutachtungsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter des BMJ, sohin 85-92% Wahrscheinlichkeit des Nichtrückfalls; vom OLG ignoriert; OLG-Wien 04.11.2014, 21 Bs 355/14f: „moderates Rückfallrisiko“).

Vorzug für „Daumen-mal-Pi“-Gutachten

Statistisch-nomothetische Kriminalprognoseverfahren sind heute state-of-the-art und haben die früheren bloß intuitiven Prognosegutachten abgelöst, um die Prognose zu objektivieren und Subjektivität und Willkür hintanzuhalten. Mit diesen Kriminalprognoseverfahren arbeitet auch der Maßnahmenvollzug, allen voran die Begutachtungsstelle für Gewalt- und Sexualstraftäter des BMJ. Das OLG-Wien hingegen erklärt diese Verfahren für irrelevant und die veralteten subjektiv-intuitiven Verfahren als die allein maßgebenden (OLG-Wien 04.11.2014, 21 Bs 355/14f: in dieser Sache ergab die fachgerechte statistisch-nomothetische Kriminalprognose ein lediglich moderates, kein hohes, Risiko).

4 Gutachter- 4 unterschiedliche Diagnosen

Personen werden fortgesetzt (potentiell lebenslänglich) angehalten, obwohl zwei Gerichtsgutachter zu unterschiedlichen Diagnosen kommen und die Fachdienste der Justizanstalt gar keine krankheitswertige Störung sehen (OLG-Wien 30.07.2014, 21 Bs 257/14v) bzw. trotz 4 unterschiedlichen Diagnosen durch 4 verschiedene Gutachter (OLG-Wien 04.11.2014, 21 Bs 355/14f). Volle Bestimmtheit? In beiden Fällen wurde der, zur Erzielung der geforderten „vollen Bestimmtheit“ gestellte, Antrag auf die in der Strafprozessordnung in solchen Fällen vorgesehene Einholung eines Obergutachtens durch eine Person mit Lehrbefugnis an einer Universität abgewiesen (!).

Plädoyer nach (!) der Beratung

Das Plädoyer des Verteidigers darf auch erst nach der Beratung des Senates erfolgen (wodurch es zur sinnlosen Formalität verkommt), denn Plädoyers von Verteidigern bedürften keiner ausführlichen Erörterung (OLG-Wien 25.09.2014, 17 Bs 314/14x). Die Angehaltenen hätten in den Anhörungen im Überprüfungsverfahren „keinesfalls“ die gleichen Rechte wie Beschuldigte in der Hauptverhandlung (OLG-Wien 25.09.2014, 17 Bs 314/14x: ganz entgegengesetzt der Entscheidung OLG-Wien 21.06.2007, 18 Bs 124/07b, an der damals der jetzige Senatsvorsitzende beteiligt war; von wegen „keinesfalls“)

Gerichte als Brandbeschleuniger mangelhafter Gutachten

Schließlich betätigen sich Vollzugsgerichte nach wie vor als Brandbeschleuniger mangelhafter Gerichtsgutachten. 10 Minuten Begutachtung seien für die Erstattung eines vollwertigen kriminalprognostischen Gutachtens samt tiefgehender Analyse der Persönlichkeit ausreichend (OLG-Wien 04.11.2014, 21 Bs 355/14f). Privatgutachten, die Mängel in Gerichtsgutachten nachweisen, seien in der Strafprozessordnung nicht vorgesehen und daher unbeachtlich (OLG-Wien 09.01.2015, 21 Bs 410/14v). Zudem würden die Gerichte Gerichtsgutachter deshalb bestellen, weil sie selbst keine Kenntnisse in Psychologie und Psychiatrie hätten; aus diesem Grund könnten sie die Sachverständigengutachten ohnehin nicht überprüfen (!) (OLG-Wien 04.11.2014, 21 Bs 355/14f). Die (in der Strafprozessordnung vorgesehene) Bestellung eines Obergutachters (mit Lehrbefugnis an einer Universität) werde deshalb nicht gewährt, weil trotz der Widersprüche zwischen ihren beiden Gutachten die Gerichtssachverständigen „letztlich zum selben Ergebnis“ gekommen sind (OLG-Wien 04.11.2014, 21 Bs 355/14f).

4 (!) von 5 (80%!) zu Unrecht eingewiesen

Wohlgemerkt: in diesen Verfahren geht es nicht um Bagatellen sondern um die potentiell lebenslange Anhaltung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Wie die von Justizminister Brandstetter eingesetzte „Arbeitsgruppe Maßnahmenvollzug“ in ihrem im Jänner 2015 präsentierten Bericht festgestellt hat (Seite 42f) werden („im besten Fall“) von 5 in die Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesenen Personen 4 (!) (also 80%!) zu Unrecht eingewiesen, weil sie auch ohne die Anhaltung nicht mehr rückfällig würden. Wobei dieser Befund „im besten Fall“ gilt, also unter der Maßgabe mängelfreier Gutachten, und in der Praxis noch weit schlimmer ausfällt …

Dr. Helmut GRAUPNER, Rechtsanwalt
Co-Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften (ÖGS)
Anwalt des Beschwerdeführers in Kuttner v Austria (2015) und der von den zitierten OLG-Entscheidungen Betroffenen

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Ein wichtiges Zeichen von OZ für Katholiken!

Immer wieder werden auf Facebook und in manchen Medien Zeichen von angeblichen Erscheinungen von Jesus oder Maria berichtet. Bei den meisten Bilder und Erscheinungen wird ordentlich mit Photoshop oder sonstigen Hilfsmitteln nachgeholfen. Die Taschenspielertricks waren auch zur Zeit Christi Geburt bekannt, dort gab es ja auch schon Diebe, die ihre Opfer ablenkten.
Auch wir haben auch schon einen Bart Simpson in einer schimmligen Wand gesehen und als Kinder waren wir da eher noch viel Einfallsreicher.

Hier einige Bilder, für jene, die etwas darin erkennen sollten:

Angebliche Zeichen von Gott
 

Das linke obere Bild soll Maria sein, die ihr Kind (Jesus) hält. Darunter Jesus, der aussieht, wie ein Ritter der Tafelrunde oder Jürgen von der Lippe. In der Mitte oben eine Engelserscheinung, oder doch Olympia mit der Fakel in der Hand? Darunter ein Kreuz, was soll daran ungewönlich sein. Ganz rechts soll ein Engel sein, das aussieht wie ein Tiroler mit Rucksack. Darunter das Gesicht von Jesus. Eigenartig, da es ja keine Fotos von ihm gibt, aber sieht eher aus wie Mario-Skart.

Wir haben die Himmelsgötter angerufen, damit sie uns doch zeigen wollen, wer der wahre Gott ist und siehe da, sie haben geantwortet.

Tin-Man ist der wahre Gott
 
Tin-Man von die „Zauberer von OZ“ ist es geworden!

Also für all Jene, die dann auch noch glauben, dass Gott mit ihnen gesprochen hat, davon halten wir genug in diversen Anstalten. In einer aufgeklärten Gesellschaft landen diese Menschen eher im Narrenhaus als in einer Zeitung. Die Taschenspielertricks von Früher scheinen nicht ganz so zu funktionieren, wie sich das manche Heute noch ausmalen wollen.

Auch das umstrittene Turiner Grabtuch wird von Experten auf eine Zeit nach dieser angeblichen Geburt Christi 1400 datiert. Das Schaf, dass angeblich die Wolle für den Umhang von Franz von Assisi zur Verfügung stellte, lebte erst 80 Jahre später. Das angebliche Relikt von Jeanne D’Arc stellte sich als Rippenknochen einer Mumie heraus. Kreuzsplitter und Lanze aus der Zeit von Christi Geburt wurden auf 8. Jahrhundert nach Christus datiert. Die anderen belegten Relikte wurden von eigenen katholischen Wissenschaftler als ECHT deklariert. Somit haben wir hier hoffentlich nicht die Traumwelt der Katholiken zerstört. Aber eine feine Jacke, die man Hinten zubinden kann, ist auch im Winter schön warm.

Der Halleyschen Kometen kommt alle 76 Jahre mal bei der Erde vorbei, aber leider eben genau 7 Jahre vor dieser angeblichen Geburt und chinesische Aufzeichnungen belegen dies. Somit sind die Heiligen Dreikönige also genau sieben Jahre zu früh in Betlehem angekommen und haben dann 7 Jahre nach dem Erlöser gesucht. Vermutlich waren die Weisen dann des Tragens der Güter müde geworden, weshalb sie dann endlich nach 7 Jahren erlöst wurden.

Wenn wir also davon sprechen, dass der Glaube Berge versetzen kann, dann können wir das schon verstehen. Denn schliesslich war der Einschlag eines Blitzes in sein Gotteshaus, für einen englischen Geistlichen, das Zeichen gegen die Ehe von Homosexuellen. Dies behaupteten zuvor auch noch anderen Phropheten der Katholischen Kirche, die anscheinend vergessen haben, dass der Missbrauchsskandal der Kirche wohl eher gemeint war, sollte es ein solches Zeichen gewesen sein. Dieser Blitz traf ja auch den Peterdom, nachdem Papst Benedikt abgetreten war. Ein klares Zeichen, nun liegt es nur an dem Menschen, wie sie es deuten!
 

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Religiöse Überzeugung VS Laizistischer Rechtsstaat

 
In einem Land, wo Laizismus an der Fahne geschrieben steht, werfen kreatonistische Gläubige dem Staat Diskriminierung vor.

Laizismus, Klerikalismus, Recht
 

Wie wäre es denn, wenn

ein christlicher Verkäufer dem Kunden keine Kondome verkauft, weil diese gegen das Fortpflanzungsverbot der katholischen Kirche verstösst.

oder die jüdische Fleischverkäuferin weigert sich ein nicht koschere Fleisch einem Christen zu verkaufen.

die Muslime Krankenschwestern weigern sich einen Raum zu betreten, wo Kranke Schweinefleisch gegessen haben.

ein homosexueller Juwelier weigern sich, Heterosexuellen Paaren einen Ring zu verkaufen, weil es gegen seine innere Überzeugung ist.

oder bereits eingetroetroffer Fall, wo ein Kind sterben musste, weil die Eltern einer Sekte, wegen religiöser Überzeugung, das Kind nicht durch Ärzte behandeln lassen wollten.

Bei Vielen dieser religiösen motivierten Diskriminierungen, werden den betroffenen Hetzern bereits psychische Störungen diagnostiziert und auch frühere Anhänger dieses schizophrenen Weltanschauung, wenden sich von solchen Personen, die sich als Weltverbesserer präsentieren, ab. Ein jahrelanger Vertreter dieser schizophrenen These, dass Homosexuelle an einer NEIGUNG leiden sollen, die heilbar sei, ist der Salzburger Weihbischof Andreas Laun. „Bereits in vergangenen Jahren hat er gezeigt, dass er durch fehlende Selbstreflexion leider den Weg zum Psychologen nie geschafft hat, weshalb er selbst Psychologie studiert hat,“ so Wolfmeyer, Obmann der Homosexuellen Aktion Vorarlberg. „Leider sehen diese Leute nicht, dass die eigentliche Krankheit Ihre extreme Religiosität ist, von der SIE geheilt werden müssen.“

Kim Davis Religion Recht
 

Eine besonders aktuelle Diskussion hat nun die Standesbeamtin Kim Davis aus Grayson einer Kleinstadt in Kentucky, in der USA ausgelöst. Die 49-Jährige Standesbeamtin hatte gleichgeschlechliche Paare die Ausstellung des Ehescheins verweigert und wurde in Beugehaft genommen. Die 4fach geschiedene, überzeugte Katholikin mit 2 unehelichen Kindern, ist nun Vorzeigekandidatin der Republikaner in Kentucky geworden.
Kim Davis wurde vorläufig unter der Auflage freigelassen, dass sie andere Standesbeamte/innen nicht bei der Ausübung Ihrer Pflicht behindern darf.

Eigentlich wäre dies gar nicht möglich, dass sie als Aushängeschild einer religiösen Gruppierung herangezogen werden kann, ginge es nach der katholischen Glaubenslehre, denn Wiederverheiratete sind auch in der Kirche nicht gewollt.

Hier wird ein Bibelzitat zur Verfolgung anders Denkender verwendet und nicht nur das, denn die Kirchen haben durch Abkommen mit Staaten auch finanzielle Einnahmen, die dafür auch herangezogen werden gegen Homosexuelle Stimmung zu machen. Vom Staat bezahlte Diskriminierung an Homosexuellen ist geradezu abartig und noch dazu, dass auch Homosexuelle Steuern bezahlen und somit ihre Diskriminierer auch noch finanziell unter die Arme greifen sollen. Auch Wiederverheiratet ausgestossene Christen, Muslime, Evangelische, Orthodoxe, Budhisten und Aleviten sollen hierzulande für die katholische Kirche bezahlen, obwohl wir ein laizistisches Land sind!
Kein Verein in Österreich bekommt soviel Steuern durch Bund, Ländern, Städten und Kommunen, wie die katholische Kirche, deren Verträge von dem angeblichen laizisten Rechtsstaat Österreich weiterhin aufrecht erhalten werden.

Gudrun Kugler ÖVP Gesetzbruch
 

Der Hype für die US-Amerikanerin findet auch hierzulande eine Anhängerin. Die zur Wienwahl in Penzing zur Verfügung stehende Kandidatin der ÖVP Dr. Gudrun Kugler, findet den Verstoss gegen geltendes Gesetz, aufgrund der religiösen Ansichten als absoluten Grund, um seiner religiösen motivierten Diskriminierung Ausdruck zu geben.

Leider sehen das die Leser Ihres Posting nicht so. Hier bläst ihr ordentlich der Gegenwind:

Joachim W. Was genau feiern sie da? Dass eine Zivilbeamte den Unterschied zwischen Religion und Gesetz nicht kennt? Oder, dass sie Homophobie mit ihrer Religion entschuldigen darf?
Als gläubiger Katholik fühle ich weder mit ihr, noch mich von Ihnen in irgendeiner Weise vertreten!
Mein Glaube, wie ihn auch Jesus Christus lebte, ist ein inklusiver, verzeihender Glaube, geprägt von Verständnis und Liebe! Diese Frau hat davon nichts verstanden! Und, dass Sie diesen Beitrag schreiben, zeigt, dass Sie es genauso wenig verstanden haben!

Juergen H. Ist das „gute Nachrichten“ ironisch gemeint?
Was ist daran gut, wenn jemand dafür belohnt wird, wenn er gegen geltende Gesetze verstößt?
Meiner Meinung nach muss Gefängnis nicht sein, aber einfach freistellen und neuen Beruf suchen lassen. Vorschlag: Pastorin

Christoph W. Gefängnis war in diesem Fall zwar nicht die beste Lösung, aber da sie nicht entlassen werden kann und gegen geltendes Recht verstoßen hat durchaus angebracht. Wenn es toleriert wird, dass Menschen auf Grund von Einbildung und Überzeugung Rechte anderer Menschen verletzen, da können wir uns ja schon mal auf Sharia und co freuen.

Lucas P. Falls jemandem immer noch nicht klar war, wieso es die ÖVP in Wien seit Jahren zerlegt: hier ist wieder ein guter Grund dafür. So ein unerträglich peinliches und heuchlerisches Posting spricht für sich selbst und falls es das für jemanden nicht tut, hat Joachim W. in mehreren Postings hervorragend erläutert, wieso das so ist. Danke dafür!

Leopold S. Man verlangt von den muslimen Zuwanderern der Scharia abzuschwören und einen säkularen Staat zu respektieren. Und dann leben mitten unter uns Fundamentalistinnen wie Sie, die Glaubensrecht über staatliches Recht stellen. Und Sie kandidieren auf der Liste einer staatstragenden Volkspartei? Ich pack das nicht!
 

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25.000 bei Pressekonferenz Ehe-Gleich

Am 3. September fand die Pressekonferenz zur laufenden BürgerInnen Initiative Ehe-Gleich statt.

Pressekonferenz Ehe-Gleich
 

Durch die gemeinsame Koordination von 35 NGOs aus Österreich ist es gelungen fast 25.000 Unterstützungen für die Ehe-Gleich zu bekommen. Mit den bereits abgegebenen Unterstützungen sind es bereits 40.000, sollten diese nicht auch Online unterstützt haben.

Weiters können noch Unterstützungen unter dem folgenden Link abgegeben werden.

Ehe Gleich! Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare

Am 5. August 2015 wurde die Bürgerinitiative beim Bund eingegeben und ca. eine Woche später, startete die Online Initiative über die Parlamentsseite. Somit haben in 3 Wochen bereits 25.000 Österreicher die Ehe-Gleich Kampagne unterstützt und es werden hoffentlich noch mehr werden.

Rechtsvergleich Partnerschaftsgesetze in Europa
 

Österreich schafft es nicht auf die Überholspur für Menschenrechte zu kommen und der grosser Verhinderer die ÖVP, die trotz laizistischem Staat immer wieder versucht, die Diskussion der Zivilehe in die religiöse Ansichten zu lenken, wo diese nichts zu suchen hat.

In Grönland, Island, Grossbritanien, Irland, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Holland, Luxenburg, Frankreich, Spanien und Portugal ist es Homosexuellen bereits erlaubt die Zivilehe einzugehen. Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Nord Irland, Slowenien, Tschechoslowakei, Estland, Ungarn und Kroatien haben bereits Eingetragene Partnerschaftgesetze mit nahezu den selben Rechten wie die Ehe, aber noch keine wirkliche Gleichstellung.

„Bald sind wir sogar das Land, dass zwar ab 1.1.2016 die Adoption für Homosexuelle erlaubt, sowie völlige gleiche Familiengründungsrechte für homosexuelle Paare hat, aber immer noch die Ehe verweigert und ihre Kinder zwangsweise unehelicht macht,“ so Dr. Helmut Graupner, „und dies wäre nicht nur in Europa dann einzigartig, sondern auf der ganzen Welt.“

Symbol-Bild Ehe-Gleich
 

Auf dem oberen Bild sind 3 Paare von Lebensgemeinschaften in Österreich ersichtlich, die alle heiraten wollen, wobei derzeit nur Eine davon das Recht auf Ehe hat.
 

Filmemacher Gregor Schmidinger hat Passanten genau die Frage gestellt, die Gegner der Ehe für Homosexuelle als Argumentation nehmen. Nämlich, dass diese Verbindung zwischen zwei gleichgeschlechtlich Liebenden etwas im Leben eines Anderer verändert.

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Versagen des Gesetzgebers führt zur Selbstjustiz

Seit Jahren verlangen Homosexuelle einen umfassenden Schutz gegen Verhetzung und öffentlicher Denunzierungen.

Richterhammer und Österr. Fahne
 

Gerade seit den Berichten über die Kündigung zweier jugendlicher Hassposter, die auf einer Facebookseite zur Tötung von Homosexuellen aufriefen, wird die Frage laut, wo der Gesetzgeber die Grenzen zieht.

Derzeit richten gerade jene schwachen Persönlichkeiten, die ihre Chance sehen, endlich ihrem schwachen Ego einen Kick zu verpassen, enormen Schaden an. Nicht nur sich selber, sondern auch gegenüber der Presse, die sich gerade über solche Stories freuen, die möglichst geschmacklos und polarisierend sind.

Brandanschläge auf Asylheime sind bereits ein Anfang, wie das System aus dem Ruder laufen kann. Anfangs waren es Juden, die als Sündenböcke herhalten durfen, dann folgen Homosexuelle und Behinderte. Die Geschichte zeigt, dass Auswüchse von Gewalt sehr schnell in eine Ideologie umschwenken können, deren Urheber nicht mehr aufzuhalten sind.

Wenn sich also jetzt LGBTI-Medien über die Herangehensweisen diverser Organisationen streiten, dann hilft das der ganzen Ideologie unserer Bestregungen wenig. Schlimm genug, dass Homosexuelle nach jahrelangen Forderungen nach umfassendem Schutz im Gesetz noch immer alleine gelassen werden, wird hier wertvolle Energie in Selbstbeweihräucherung gesteckt. Wenn man Dein Haus, Dein Leben bedroht, dann wirst Du Dich wehren und die Mittel verteidigen, dass Dir zur Verfügung steht. Sollte der Gesetzgeber also keine Mittel dafür zur Verfügung stellen, dann gelten auch Denunzierungen in genau die andere Richtung ebenso als Legitim.

Weder Homosexuelle noch Asylanten bedrohen das Leben von Menschen in diesem Land. Es sind Ängste, die gerade bei schwachen Persönlichkeiten eine Panik auslösen können.

Blut Gewalt
 

Wieso sollen wir auf das Wohl von Menschen Rücksicht nehmen, deren einziges Ziel es sein wird, ihren Hass über ihr Leben und schwäche ihrer Persönlichkeit an anderen Menschen auszulassen. Dies betrifft nicht nur Privatpersonen, sondern auch Priester, Politiker und andere Institutionen, die ihre finanziellen Mittel für Hass verwenden.

Hätte man diesen Hass in den Jahren 1938 bereits im Keim erstickt, dann wären viele aus einer dummer Ideologie getöteten Menschen Heute noch unter uns. Es gibt keine Ausrede, dass diese Menschen einen schlechten Tag hatten, oder eben eine schlechte Erziehung genossen haben. Wieso soll ich Denjenigen entschuldigen, der mit einem Maschinengewehr auf dem Marktplatz tausende Menschen erschiesst.

Es ist Fakt, dass die Zahl der Boderline-Persönlichkeit massiv zunimmt. Eine Erkrankung, die besonders schwierig zu diagnostizieren ist, weil diese Menschen sehr lange unauffällig unter uns leben, bis sie dann der gewisse Schalter umlegen. In der katholischen Kirche sind es schätzungsweise ca. 80% – 90% von dieser Persönlichkeitsstörung betroffene Menschen. (Kreuz mit 2 Bälken – Engel und Teufel – Himmel und Hölle sind typische Borderline Symbole, weshalb hier ein Grossteil der Betroffen zu finden ist, genauso wie bei Hexenkults und Esotherik)

Sie haben bereits sämtliche Vesuche unternommen, um sich zu ändern, aber spätestens nach dem dritten gescheiterten Versuch, bezichtigen sie Andere krank zu sein, um selbst als Gesund zu gelten. BPS Betroffene können nicht differenzieren, denn sie leben in einer Welt, die nur zwischen schwarz und weiss, gut und schlecht unterscheidet und keine Zwischenabstufungen kennt. Diese Menschen können nur durch jahrelange Therapie geheilt werden, wenn dies überhaupt in manchen Fällen möglich ist.

Es gibt inzwischen sogar Belege dafür, dass ein grosser Teil von BPS Betroffen ein Psychologiestudium beginnt, weil sie glauben, dass sie dann gesunde Menschen therapieren können. Interessanterweise wäre die Therapie aller Menschen von einem gesunden Menschen zum einem Schitzophrenen die Lösung ihres Problems.

Wer krank ist, der macht eben andere Menschen kranker als er ist; somit ist er gesund, so der logische Ansatz dieser Menschen.

Kreuz
 

Nur wenige Menschen mit Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) fühlen sich krank und geben sich in Behandlung, sondern suchen sich Jobs und Freundeskreise, wo ihre Erkrankung nicht auffällt.
Dies sind Polizei, Gerichte, Kirchen, Politik, grosse Firmen und dort wo bereits mehrere ihres Schlages arbeiten. Es muss immer eine Möglichkeit geben, dass sie ihren in sich angestauten Sadismus freien Lauf lassen können. Meist sind diese Menschen aber auch selbständig, weil sie bei Arbeit mit Menschen stetig Probleme haben.

Wer also eine Chef hat, der statt der Suche nach klärenden Gesprächen, ständig lieber laut herumschreit, hat bereits Erfahrung mit dieser Spezies gemacht. Natürlich gibt es Tage, wo wir uns wie diese Menschen fühlen, nämlich dann, wenn wir zuwenig geschlafen haben und reizbar sind. Diese Menschen jedoch leiden an einer ständig andauernden Reizbarkeit!

Wenn gesunde Menschen auf Betroffene treffen, dann meiden sie diese, weil deren angestauter Hass durch ein natürliches Gefühl geortet wird. In vielen Fällen reichen die meist unberechenbaren Handlungen solcher Personen, sich von ihnen fern zu halten. Somit ist die Kündigung bei einer solchen Firma, also ein durchaus nachvollziebarer Selbstschutz und kein Scheitern des Betroffenen zu sehen! Sie werden vermutlich von dieser Stelle nie ein gutes Zeugnis erhalten, was aber auch für eine gesunde Persönlichkeit nicht notwendig ist.

Eine Strafe, die gegen BPS Personen ausgesprochen wird, hilft genausowenig, wie mit diesen Menschen zu reden, denn ihnen fehlt die Selbreflektion. Wie ein Pferd, dem man Scheuhklappen anlegt, leben diese Menschen in ihrer eingeschränkten Wahrnehmung.

Egal ob diese Menschen mit Fremdenhass oder Homophobie gegen Andere vorgehen, sie verfügen über keine Reue ihrer Taten. Eigentlich könnte man sagen, dass diese Leute unbelehrbar sind. Wenn sie auf der Strasse hunderte Menschen nieder schiessen, dann sind für sie Jene schuld, die sie soweit getrieben haben. 99% aller Gewalttaten werden von Borderline Personen durchgeführt, die Aufgrund eines fehlenden Lernprozesses im Gehirn wieder rückfällig werden.

Kernberg fand heraus, dass im Gehirn dieser Personen eine wichtige Verbindung fehlt, die für das Abwägen von Gut und Böse, Richtig oder Falsch zuständig ist. Durch NLP (einer Psycholischen-Methode) können diese Menschen meistens über 15 bis 20 Jahre Therapie nahezu geheilt werden.

Borderline ist eine Erkrankung, die teils durch Vererbung und teils durch Vernachlässigung von Liebe in der Kindheit entsteht. Menschen mit Borderline konnten ihrer Familie nie die notwendige Wertigkeit erfüllen, geliebt zu werden. Meist sind dies Resultate aus Versagensängsten aus denen dann erst Resignation und dann Selbstzerstörung entsteht.

Somit ist es völlig irrelevant sich darüber zu streiten, in welcher Form gegen solche Menschen vorgegangen wird. Abschreckend sind Gesetze aber immer, da die Betroffenen trotz psychischer Beeinträchtigung ein zum Teil auserordentliches Rechtsempfinden haben.

Mehr darüber lesen:

Diagnose: Borderline Persönlichkeitsstörung
 

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Cindy Lauper eröffnet LGBTI-Wohnheim

Die aus den 80gern bekannte Sängerin Cynthia Ann Stephanie Lauper alias Cindy Lauper, hatte bereits im Jahr 2008 als Mitbegründerin die Stiftung „True Colors Fund“ gestartet, die jenen homosexuellen Jugendlichen in Harlem New York helfen soll, die durch ihre sexuelle Orientierung Obdachlos geworden sind. Ihr Hit „True Colors“ aus dem Jahr 1986 galt als Vorlage für die Namensgebung der Stiftung.

Cindy Lauper Stiftung True Colors Fund
 

Neben der Co-Initiatorin selbst, wurde die Stiftung auch von P!nk, Sarah McLachlan, Josh Groban, Jason Mraz, 50 Cent, Natalie Maines, Nelly Furtado, Rosie O’Donnell, Adam Lambert, Norah Jones, Whoopi Goldberg, Susan Sarandon, Lou Reed, Alan Cumming, Wanda Sykes, und viele mehr unterstützt.

Die 30 entstanden Wohnungen sollen jenen 40% von 1,6 Millionen jugendlicher Obdachloser in den Bronx zur Verfügung stehen, die Aufgrund von homophober Gewalt oder Ausgrenzung in eine Notlage gekommen sind. Den homosexuellen Jugendlichen im Alter von 18-24 Jahren stehen die Appartments gegen eine Miete zur Verfügung, die sich nach ihrer finanziellen Situation richtet. Durch den geschützen Raum sollen LGBTI Jugendliche abseits von Diskriminierung aufwachsen.

Cindy Lauper betonte bei der offiziellen Eröffnung, dass kein Mensch seine Identität aussuchen kann. Jeder ist auf diese Weise geboren, wie er ist. „Eltern sollen nicht zu Gott beten, damit ihre Kinder den richtigen Weg finden, sondern dafür beten, dass sie selbst zu ihrem Herzen finden!“

True Colors Residenz
 

Cindy Lauper, die in ihrer Jugend nach eigenen Angaben, durch ihren Stiefvater sexuell missbraucht wurde, wuchs mit ihrer Mutter und ihrem Bruder und Schwester in einem Einwanderervietel in Queens auf. Sie jobbte als Aushilfe in einem Secound Hand Laden und entdeckte dort ihre Vorliebe für schrille Kleider.

Erst kürzlich war die 62jährige Lauper in den Medien, weil sie an einer heftigen und unangenehmen Schuppenflechte leidet. Mit der Unterstützung der „National Psoriasis Foundation“, setzt sie sich nun auch für Betroffene dieser leidvollen Krankheit ein.
 

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Mallorca: Gesetz gegen LGBTI Diskriminierung

Wer künftig Lesben und Schwule auf Mallorca diskriminiert, muss Busse zahlen.

Parlament Madrid
 

Ein Gesetzesentwurf der neuen Linksregierung sieht Strafen zwischen 650 und 6.500 Euro vor, wer gegen das Anti-Diskriminierungs-Gesetz verstösst.

Die Sozialisten und Més per Mallorca hatten im Wahlkampf versprochen, die Rechte von Homosexuellen im Land zu stärken. In der Ehe sind Lesben und Schwule in Spanien bereits gleichgestellt, jedoch werden auch stets Fälle von gesellschaftlicher Diskriminierung gemeldet.

Der Gesetzesentwurf verweist auf verschiedene Grade von Diskriminierung, von der die Strafzahlung abhängt. So werden leichte Vergehen, wie Beleidigungen und abfällige Bemerkungen in Medien und offentlichen Machwerken, geringer bestraft, wie Aufrufe zur Gewalt gegen Homosexuelle. Das Gesetz soll zudem auch an staatlichen Institutionen, wie Behörden und Schulen angewandt werden.

Zudem sollen auch Beschuldigten von öffentlichen Subventionen und Aufträgen ausgeschlossen werden. (Anm. der Redaktion: Dies trifft vermutlich gezielt auf Religionsgemeinschaften zu)
 

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