Category Archives: Recht

Homophobe Übergriffe in Brasilien und Wales

Eine 18-jähriger, offen homosexuell lebender Mann ist in Brasilien nach einer homophoben Attacke ermordet aufgefunden worden.

Murdered Gay João Antônio Donati Brasil
 

Der Körper von João Antônio Donati ist am 10. September 2014 in einer Baulücke in der brasilianischen Stadt Inhumas, im Bundesstaat Goiás endeckt worden. Sein Genick war gebrochen und in seinen Mund war Papier gestopft.

Der Achtzehn-jährige João war Homosexuell und arbeitete in einer lokalen Bar. Die Polizei gegen ein homophobes Hassverbrechen, dass gerade in Brasilien noch stark verbreitet ist.

Obwohl in Brasilien ein rechtlichen Schutz für seine Homosexuelle besteht, kommt es immer wieder zu übergriffen gegen LGBTI-Personen.

Brasiliens grösste Homosexuellengruppe “Gay da Bahia” schätzt, dass in Brasilien alle 36 Stunden ein Homosexueller getötet wird. Rund 70% dieser Morde werden nicht gelöst, so die LGBTI-Gruppe.

In Brasielen besteht ein Gesetz zum Schutz gleichgeschlechtlichen Diskriminierung und Gewalt, auch die gleichgeschlechtliche Ehe ist erlaubt.

Egal wie weit die LGBTI-Bewegung mit Ihren Bemühungen auch kommt, besteht immer die Gefahr, dass die Situation sich schlagartig ändern kann.

Dies beweist auch ein Vorfall am 11. September in Wales, als Tyler George Maddick Ziel eines brutalen Abgriffs wurde und seitdem auf einem Auge erblindet ist.

Gay Attack Tyler George Maddick Wales
 

Der 20-jährige homosexuelle Fotograf wurde als “Schwuchtel” beschimpft und Unbekannte überschütteten ihn mit Benzin.

“Ich wollte gerade wieder zurück nach Swansea und spazierte draussen herum, um ein paar Freunde zu sehen. An einem Bahnübergang hörte ich, dass hinter mir ein Auto stoppte. Dann wurde ich Homophobe beschimpft und das nächste, was ich noch weiss, dass ich diese Flüssigkeit in meinem Gesicht bekam. Es roch nach Benzin, aber ich dachte, das kam vom Auto. Meine Augen begannen zu brennen und ich ging zu Fuss weiter. Ich rannte nach Hause, weil ich niemanden anrufen konnte, da mein Handy nicht mehr funktionierte.”, berichtet Taylor.

Im Krankenhaus bekam er am nächsten Morgen die Diagnose, dass er sein Sehvermögen auf einem Auge dauerhaft verloren ist.

Ein South Wales Polizeisprecher sagte: “Wir untersuchen den Vorfall des Mannes, der uns berichtet hat, dass wärend eines Spazierganges am Donnerstag 22:30 Uhr in der Pentregethin Road, Gendros, in Swansea, eine Benzinattacke auf ihn stattgefunden hat.

Gudenus FPÖ Homolobby - Pride News TV
 

Im Zusammenhang mit homophoben Attacken gegen LGBTI Personen betont Pride News gerade aufgrund der jüngsten Äusserung des Wiener FPÖ Chefs Johann Gudenus, wie wichtig es ist, dass es Zeitschriften und TV-Sender geben muss, um auf die Sittuation von LGBTI in allen Ländern aufmerksam zu machen. Vermehrte Diskriminierung und Verfolgung von Homosexuellen findet derzeit in bedrohlicher Weise statt, sodass einmal mehr die Aussagen von Gudenus aufs Schärfste zu kritisieren sind. die FPÖ täte gut daran sich von Gudenus zu distanzieren und homophoben Menschen keine Plattform zu bieten.

Bezeichnend ist es auch, dass gerade aus der Ecke, wo solche diskriminierende Äusserungen herkommen meist auch Pädophile Netzwerke dahinterstecken. Dies wurde immer wieder bestätigt und ist durchaus nicht unglaubwürdig, wenn man bedenkt, dass bei den Gemeinderatswahlen bereits ein verurteilter Kinderschänder während der Wahl zurückgetreten ist und auch mehrer FPÖ-Mitglieder unter diesem Verdacht standen. Angriffe gegen Homosexuelle sind meist ein Versuch einer padophilen Lobby von deren Existenz abzulenken. In England wurden eben diese Pädophilenlobby vor kurzen ausgehoben und alle samt waren Hetzer gegen Homosexuelle. “Wenn Gudenus nun ein Land wie Russand in Schutz nimmt, dass die grösste Kinderpornographieszene in Europa hat, sollte dies doch Hinweis genug sein”, so Wolfmeyer von Pride News
 

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Gudenus zieht gegen Homolobby in den Krieg

News – Johann Gudenus gegen EU, NATO und Homosexuellenlobby in Moskau Stellung bezogen

Gudenus FPÖ Homolobby - Pride News TV
 
Was erzürnt diesen Herrn Gudenus denn so sehr?

Ist es, dass der Spitzenkandidat der Buntakarierten, zugleich Vorsitzender der “Pride News TV” Jogy Wolfmeyer eine GIS-Abgabe wehement ablehnt, weil der ORF seiner Meinung nach den Bildungsauftrag vernachlässigt und nur im Sinne der Kirchen agiert, wärend dabei die Homosexuellen aussen vorgelassen werden. “Ich weigert mich strickt diesen Beitrag an die GIS abzuführen und habe bereits den Gerichten und der Justiz mitgeteilt, dass ich einen Antrag auf Fussfessel stellen werden, bevor ich den Betrag bezahle.”, so Wolmeyer.

Fakt ist, dass Wolfmeyer der GIS, Telekom und dem ORF seit 2 Jahren Rechnungen ausstellt, weil diese den Zugang zu homosexuelluellen Medien ermöglichen, was nämlich genau die GIS seit Jahren den Bürgern verrechnet.
Selbst ein Internetzugang ist Grund für die GIS-Abgabe. Sprich den Onlineplattformen, die mittels Videos und Berichten im Internet posten, entgeht diese Zahlung, die ja die GIS eigentlich für jene einhebt. Weshalb Wolfmeyer auch überzeugt ist, dass Teile der GIS auch den Onlineanbietern zustehen.

Mittels Presseaussendung und Finanzierungsanträgen an den Bund, hat Jogy Wolmeyer in seiner Funktion als Vorsitzender von Pride News und Pride News TV bereits auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und eine Konzeptionierung eines LGBTI-Senders eingereicht. “Der Staat hat die Kirchen über Jahre gefüttert und diese erhalten Sendeplatz in sämlichen Medien, wie auch im ORF, wo Messen und sonstige kirchliche Nachrichten verbreitet werden.”

“Ebenso verfügt die Kirche über eigene Sender und Printmedien, die von den Staaten mitfinanziert und gefördert werden. Warum sollte also Österreich auf die Bereicherung eines LGBTI-TV (Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transidenten, Intersexuellen TV) verzichten”, so Wolfmeyer, “Ich finde es wäre eine absolute Bereicherung für die TV und Film-Landschaft.”

“Wenn Herr Gudenus meine Forderung nach einem LGBTI-TV, den er durch die Bundespartei erhalten hat, stört, dann soll er das im Land und an der richtigen Adresse kritisieren”, schliesst Wolfmeyer die Diskussion ab.

Pride News TV

http://tv.pride-news.net/

Tel: 0664 65 46 599

Das vollständige Konzept für das LGBTI-TV wird bis Ende dieses Jahres beim Bund eingereicht werden und umfasst eine neue Art der TV-Produktion, die sämtlichen TV-Stationen nutzen wird, weil dahinter auch sehr viel Entwicklung im Bereich neue Medien stehen. Wir sind überzeugt, dass Pride News TV eine Revolution in Sachen leistbare TV-Produktion schaffen kann. Durch Kooperationspartner im Bereich TV-Übertragungstechnik ist die Pride News TV bereits eine künftige Vision für andere Vereine oder Unternehmen, die sich mit IP-TV 24/7 vermarkten wollen, dies betrifft auch die Parteien in der Politik, da auch diese bereits Youtube-Kanäle nutzen. Auch die Aufwertung des Österreichischen Films/Serien stellen wir stark in den Vordergrund, der natürlich etwas internationaler werden wird.
 

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Live-Interview Mister Gay World 2014 mit Stuart, Kiriakos, Robbie

Live-Interview Mister Gay World 2014 mit Stuart Hatton Jr., Kiriakos Spanos, Robbie Lawlor und Überraschungsgästen

Am Sonntag 14.9.2014 um 22h sind wir Live auf Sendung in englischer Sprache



Check out Mister Gay World 2014 Live Interview on Spreecast.

Die ersten 3 Plätze der Mister Gay World 2014 Wahl stellen sich Euren Fragen. Also live dabei sein fleissig mitchatten und Fragen stellen. Auch unter news (at) pride-news.net können die Fragen eingesendet werden.

http://www.spreecast.com/events/mister-gay-world-2014-live-interview
 

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Der Neue Mister Gay World 2014 heisst Stuart Hatton Jr. aus UK

Der neue Mister ist für jene, die fleissig die Mister Gay Europe Wahl verfolgt haben kein Unbekannter. Bei der MGE erreichte er den 3. Platz und hatte mehrer Challanges, wie Mister Congeniality und Mister Internet-Voting für sich entscheiden. Unsere herzliche Gratulation an den Engländer Stuart, der sich den Titel Mister Gay World 2014 redlich verdient hat.

Mister Gay World 2014 UK Stuart Hatton Jr.
 

Auch bei den diesjährigen Challenges bei der Mister Gay World Wahl, konnte sich der sympathische und sehr humorvolle Stuart Hatton Jr. bei den Herausforderungen Eine Minuten Challenge und Formal Wear klar durchsetzen. Wir hoffen auch in Kürze ein Interview mit Stuart veröffentlichen zu können und werden auch diesmal wieder Fragen stellen, die uns an news (at) pride-news.net gesendet werden.
Der Vize-Mister ging an Kiriakos Spanos aus Zypern und der 3. Platz ging an den Iren Robbie Lawlor. Somit konnten die Kandidaten der MGE 2014 ihre Erfahrung bei der MGW Wahl hervorragend einsetzen.

Mister Gay World 2014 UK Stuart Hatton Jr. Winner
 

Best Reading Challenge konnte sich Kanadas Vertreter Christepher Wee sichern, die meisten Internetstimmen und die Art Challenge konnte sich der Vertreter aus Indien Sushant Divgikar holen.

MRW_Germany_India_Swim
 

Das beste nationale Kostüm und Mister Photogen ging an Edgar Moreno aus Spanien, die Bademoden Challenge konnte sich Kiriakos Spanos aus Zypern sichern und Troy Michael Jónsson aus Island sicherte sich die Mister Sport Herausforderung.

MGW 2014 Koch Challenge
 

Die Koch-Challenge konnte sich der Deutsche Fabrice Gayakpa ergattern und das DNA Magazine Coverbild holte sich Mr Finland Peter Linden.

MGW 2014 Delegates Rome
 

In der ersten Runde bleiben die Top 10: Hongkong, Zypern, Indien, Island, Philippinen, Irland, Venezuela, SouthAfrica, UK, Spanien

MGW 2014 Swim Challenge
 

Die Auswahl auf die Plätze in den Top 5 gingen dann an Venezuela, Hongkong, Cyprus, Irland, UK.

MGW 2014 Jury
 

Die Jury der Mister Gay Wahl Eric Butter – President von Mr Gay World, Robby Carmona – Modeschauen Veranstalter in den Philippinen, Andrew Creagh – Gründungsredakteur des DNA Magazins, Christopher Olwage – Mister Gay World 2013, Bisi Alimi – International LGBT/HIV Aktivist

Mister Gay World 2014 UK Stuart Hatton Jr. Swim Challenge
 

Die nächste Mister Gay World wird 2015 in Cape Town und Knysna, Süd Afrika stattfinden.

Next Mister Gay World 2015 Cape Town und Knysna, South Africa
 

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Mister Gay World 2014 Wahl beginnt in Kürze

Die Mister Gay World Wahl 2014 findet in Kürze statt und wird Live im Internet übertragen.

Mister Gay World 2014 Rome
 

Mister Gay World 2014 – Live http://new.livestream.com/MrGayMedia/events/2999428

Wir haben im Vorfeld ein Interview mit dem amtierenden Mister Gay World 2013 Christopher Olwage geführt.

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Österreich durch Gay Model of the Year Klaus Burkart vertreten und auch ihn haben wir für Euch befragt.

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Die Delegates der Mister Gay World Wahl 2014 stammen aus 30 Ländern:

Hier geht es zu den Bildern: mrgayworld.com

Australia
Christopher Glebatsas

Austria
Klaus Burkart

Belgium
Willem Joris

Bulgaria
Georgi Todorov

Cambodia
Chetra Chan Hun

Cameroon
Julien Mbiada

Canada
Christepher Wee

Costarica
Javier Salazar Alfaro

Cyprus
Kiriakos Spanos

CzechRepublic
Michal Klapetek

Denmark
Christian-Sebastian Lauritsen

Finland
Peter Linden

France
Jordan Joly

Germany
Fabrice Gayakpa

HongKong
Bridge Hudson

Iceland
Troy Michael Jónsson

India
Sushant Divgikar

Indonesia
Ozak

Ireland
Robbie Lawlor

Italy
Nicola La Triglia

Mexico
Pedro Cervantes

Namibia
Nelson Goagoseb

NewZealand
Troy Williams

NorthernIreland
Nick Flanagan

Pakistan
Amir Rafique

Philippines
Randolph Val

SouthAfrica
Name: Werner

Spain
Edgar Moreno

Syria
Feras Zhk

UNITED KINGDOM
Stuart Hatton Jr

USA
Damien Rodgers

Venezuela
Luis Vento

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Die Schweiz erlaubt Elternschaft für zwei homosexuelle Väter

Künstliche Befruchtung (sog. In-vitro-Fertisalitation) für Homosexuelle ist in der Schweiz offiziell verboten.

Queer Familie Ehe
 

Zwei verpartnerte Männer aus dem Kanton St. Gallen, haben in Kalifornien mit der Samenspende eines der beiden Partner und der Eizelle einer anonymen Spenderin, eine künstliche Befrüchtung im Labor durchführen lassen. Die künstlich befruchtete Eizelle wurde dann einer Leihmutter eingepflanzt und bis zur Geburt ausgetragen.

Nach kalifornischem Recht wurden dem leiblichen Vater die Vaterschaft zuerkannt und beide Väter in der Geburtsurkunde eingetragen.
Da weder die Leihmutter, noch deren Lebensgefährte ihren Elternpflichten nachkommen wollen, stehen den beiden Männern, nach amerikanischem Recht, das Recht auf Elternschaft zu.

Dies bestätigte nun auch das St. Galler Verwaltungsgericht, dass den beiden Väter bereits ihr Recht auf Vaterschaft zugestand, obwohl das Bundesamt für Justiz eine Beschwerde eingelegt hatte. Das Amt wollte nämlich die die beiden Männer nicht als Eltern eintragen.
Das Verwaltungsgericht begründete seinen Entscheid, dass das Urteil zu Wohl des Kindes gefällt worden sei.

Einer Beschwerde des Bundesamtes für Justiz kam das Verwaltungsgericht nach, indem es zusätzliche Informationen zur genetischen Abstammung des Kindes festhalten wolle. Mit dem Urteil vom 19. August 2014, werden beide Väter als Elternteil des Kindes bestätigt und somit lebt das Kind nun bei seinen gleichgeschlechtlichen Vätern.

Für die Schweizer Judikative ist diese Entscheidung noch nicht richtungsweisend, denn das Bundesamt für Justiz kann dieses Urteil noch am Bundesgericht anfechten und ist somit nicht rechtkräftig. Somit bleibt anzuwarten, ob sich die beiden Väter und ihr Baby auch in der Schweiz künftig eine Familie nennen dürfen.

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Luxemburg öffnet Zivilehe und gibt Adoption für Homosexuelle frei

Grund zum Jubel, denn ab dem heutigen Tage hat ein Land mehr die Türen der Zivilehe für Homosexuelle geöffnet.

Luxemburg Flag LGBTI
 

Nach fünf Jahren Diskussion wird nun auch die Ehe in Luxemburg, als 11. Land Europas, für Homosexuelle geöffnet. Mittels einer eingebrauchten Petition, versuchten fundamentale Gläubige die Gesetzesänderung bis zum Schluss zu blockieren, was allerdings an den nötigen Unterschriften scheiterte.

Künftig soll auch die Adoption für homosexuelle Paare möglich sein. Ebenso soll eine Gesetzesänderung auch die künstliche Befruchtung von Eizellen (In Vitro Fertilisation) ermöglichen.

In neun europäischen Ländern ist es Homosexuellen Paaren erlaubt, Kinder zu adoptieren: Deutschland, Belgien, Dänemark, Spanien, Island, Norwegen, Niederlande, dem Vereinigte Königreich und Schweden.

In 6.172 Gesetzesänderungen soll es homosexuellen Paaren künftig erlaubt sein zu Heiraten und Kinder zu adoptieren. Die Änderung des Eherechts sollen Hand in Hand mit dem Zugang zu Elternrechte gehen.

Luxemburg ist nun eines der elf Ländern in Europa, die Homosexuellen die Zivilehe öffnen. Angeführt von den Niederlande (seit 2001), Belgien (2003), Spanien (2005), Schweden und Norwegen (2009), Portugal und Island (2010), Dänemark (2012), Frankreich und Großbritannien (2013).

Mit 56 zu 4 Gegenstimmen wurde heute Abend in der Abgeordnetenkammer die Gesetzesänderung beschlossen und in 6 Monaten tritt das Gesetz voraussichtlich für die Luxemburger Heiratswilligen in Kraft. Ab 2015 können also die Standesämter von lesbischwulen Paaren gebucht werden.
 

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Der Mister Gay Europe 2014 kommt aus Schweden

Eine spannende und erfolgreiche Show der Kandidaten von Mister Gay Europe 2014, ging dem Sieg des 20 jährigen Schweden Jack Johansson voran.

Winner Mister Gay Europe 2014 Sweden Jack Johansson
 

Zum ersten mal fand die Austragung des Mister Gay Europe in Österreich statt und es sollte auch anders werden als die neun Jahre zuvor, denn die Kandidaten mussten nicht wie gewohnt, verschiedene Challenges absolvieren, diese wurden erstmalig auch in verschiedenen Austragungsort Österreich durchgeführt. Von Wien ging es nach Innsbruck, dann nach Imst und schlussendlich nach Bregenz.

Video des Mister Gay Europe 2014 Events folgt demnächst hier …

Mister Gay Europe 2014 Sweden Jack Johansson
 

Emanuel Wiel und Dieter Sapper die Organisatoren der Mister Gay Europe 2014 Wahl, hatten mit einer solchen anstrengenden Österreich-Tour hoch gepokert und waren damit schliesslich erfolgreich. Die beiden Organisatoren veranstalteten neben der MGE auch die Gay Model of the Year Wahl in Österreich, Deutschland und Schweiz.

Belgium Mister Gay Europe Delegate David
 

Die entsendeten Kandidaten zur Mister Gay Europe Wahl waren aus 15 verschiedenen Ländern angereist, doch der Kandidat aus der Ukraine, hat für das Finale keine Visum erhalten und konnte an der Veranstaltung leider nicht teilnehmen, was gerade für sein Land ein wichtiges Zeichen gewesen wäre. Ebenso entschuldigte sich der als Juror vorgesehene Jorge Gonzalez, der wegen Dreharbeiten dem Event nicht beiwohnen konnte.

Sweden Mister Gay Europe 2014 Jack Johansson Talent-Show
 

Auch der bis dahin amtierende Mister Gay Europe 2013 Robbie O’Bara konnte wegen seines Aufenthaltes in Kanada nicht bei der Veranstaltung erscheinen und persönlich die Sieger-Schleife an seinen Nachfolger übergeben.

Mister Gay Europe 2014 Delegierte aus verschiedenen europäischen Ländern
 

Die 15 Nationen alphabetisch angeführt von unserem Österreichen-Kandidaten Robert Prolic, dem Belgischen-Kandidaten David Joëts, dem Bulgarischen-Kandidat Ozi, dem Zypriotischen-Kandidaten Kiriakos Spanos, dem Tschechischen-Kandidaten Michal, dem Dänischen-Kandidaten Christian-Sebastian Lauritsen, dem Kandidaten aus Frankreich Olivier Croft, dem Kandidaten aus Deutschland Fabrice Bradoock, dem Irischen-Kandidaten Robbie Lawlor, dem Lituischen-Kandidaten Minde, dem Nordirischen-Kandidaten Nick Flanagan, dem Polnischen-Kandidaten Conrad Filas, dem Schwedischen-Kandidaten Jack Johansson, dem Schweizer-Kandidaten Max Escobar und dem Kandidaten aus dem Vereinigten Königreich Stuart Hatton Jr.

Austria Mister Gay Europe Robert Prolic Talent-Show
 

Robert Prolic aus Österreich stellt den Vize-Mister Gay Europe 2014 mit einem Punkt vor dem 3. Platz, der an Stuart Hatton Jr. mit 178 Punkten aus dem Vereinigten Königreich erging. 4. wurde der Däne Christian-Sebastian Lauritsen mit 163 Punkten. Der 5. Platz ging an Nordirland Nick Flanagan mit 141 Punkten.

North IrelandMister Gay Europe 2014 Nick Flanagan Art-Callenge
 

Die Jury bestehend aus Tore Aasheim (Präsident von Mr Gay Europe) Coenie W. Kukkuk (Mr Gay World Director für Afrika und den Mittlerer Osten) Ludwig Caluori (Regio Viamala) Nadine Hoferer (Messe Dornbirn) Sandra Nemetschke (Wann & Wo) Markus Spatzier (Manufaktur Herzblut), hatte keine leichte Wahl, den alle Delegierten hatten ihre Stärken und konnten mit Ihren verschiedenartigen Persönlichkeit überzeugen.

UK  Mister Gay Europe 2014 Stuart Hatton Jr. Suit
 

Mister Congeniality, also der humorvollste, freundlichste und beliebteste Kandidat wurde Stuart aus dem Vereinigten Königreich, nach einem Stechen zwischen mit Zypern. Österreichs Finalist Robert Prolic gewann den Talente-Wettbewerb. Die Foto-Challange, Mister Internet-Voting und den Publikumsliebling ging ebenso an den aus der UK stammenden Stuart Hatton Jr. Den Sieg der schriftlichen Challenge konnte der französische Kandidat Olivier Croft nach Hause nehmen. Das Beste Interview kam von Christian-Sebastian Lauritsen aus Dänemark. Bei der Art-Callenge war der Nordire Nick Flanagan mit seine Collage am Überzeugensten.

Denmark Mister Gay Europe Christian-Sebastian Lauritsen Herzblut
 

Markus Spatzier mit Manufaktur Herzblut ist bereits ein Stammgast auf den Mister Gay Events und konnte sich auch Heuer wieder mit einer Mischung aus Lack, Schwarz, Gemustert, Besetzt, Satin und Samt präsentieren. Wer sich für Hosen und Oberteile für Damen oder Herren entscheidet, oder ein gewagtes Outfit mit Accessoirs für den Abend in Betracht zieht, hat mit Mode von Herzblut eine gute Adresse gefunden.

Mister Gay Europe 2014 Manufraktur Herzblut Robe Markus Spatzier
 

Die Modeschau gibt einen Einblick, wie exklusive Extravaganz und abendliche Tragbarkeit sich zu einer einzigartigen Abendrobe vereinen. Mit einem schlichten und dennoch ausgergewöhliches Ballkleid zum Schluss, bringt Markus Spatzier seine Kollektion zur Vollendung.

Showeinlage Mister Gay Europe move4style NEVERTHELESS & ONE UNITY
 

Ebenso eine absolut einzigartigen Showeinlagen gab move4style mit NEVERTHELESS & ONE UNITY zum Besten, denn sie tanzten und brachten die Bühne zum Beben, damit auch der letzte Besucher rythmisch wachgerüttelt wurde. Mit langsam aufbauenden Hip-Hop New Style und einer Michael Jackson Homage, rockten die Mädels und Jungs der Dance-Truppe die Festspielbühne. Für alle die den hübschen Jüngling mit dem Cowboyhut auch so süss fanden, sollten wissen, dass Kelly seine Nummer noch nicht hat und diesmal Pride News sich die Telefonnummer sichern wird.

Live-Act Mister Gay Europe 2014 DSDS Aneta Sablik
 

Ein Besonderer Highlight des Abends war die DSDS-Siegerin Aneta Sablik, die gleich mehrere Songs zum Besten gab, als würde Sie von Vorarlberg geradezu beflügelt sein. Ihr professioneller Auftritt zeigte auch, dass Sie die Bühne längst als Ihr Zuhause ansieht.

After-Show Party Mister Gay Europe 2014 DJane Miss Delicious
 

Für eine ausgelassene After-Party sorgte DJane Miss Delicious mit rauchenden Plattentellern bis in den Morgen.

Interview mit Tore Aasheim dem Präsidenten von Mister Gay Europe und Vorschau zum Finale (Generalprobe)

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Pride News: Ich sitze hier mit dem Präsidenten der Mister Gay Europe Organisation. Was hat sich die letzten Tage so ereignet? Ihr wart ja in Wien und ihr wart auch in Innsbruck. Wie war das die letzte Zeit?

Tore Aasheim: Wir hatten eine wundervolle Zeit hier in Österreich.Wir haben gesagt, um den Titel zu gewinnen, werden wir eine Tour machen, heuer zum ersten Mal. Und wir waren auf einer Tour in einem absolut wunderschönen Land. Wir begegneten sehr viel Gastfreundlichkeit und waren Willkommen, wo immer wir hinkamen und das war ein grossartiges Erlebnis.

Pride News: Nun habt Ihr ja einiges gesehen von Österreich, wo wart Ihr speziell unterwegs?

Tore Aasheim: Es war wirklich erstaunlich, denn Österreich ist so unterschiedlich von den anderen Ländern. Die wunderschönen Berge und die Hügel. Wir reisten nach Wien und sie führten uns durch die Stadt. Wir haben soviel erlebt. Weiter gingen wir nach Innsbruck, dort hatten wir ein wunderbares Hotel, und führten dort die Talente-Show durch. Wir waren auch im Hotel Aquadome, wo wir die Badewäsche-Wettbewerb durchführten. Und normalerweise, wenn wir in solche Länder gehen, dann wissen wir nicht, auf welche Art wir begrüsst werden. Wir waren in Ländern im Osteuropa, wo uns die Polizei beschützte und in einem Land hatten wir die Armee, die uns beschützt hat und dann kommen wir nach Österreich und jeder ist so nett. Ich war in diesem Bus, wir nahmen den Bus zum Hotel und ich setzte mich neben diese ältere Dame, sie war gerade auf dem Weg zum Zahnarzt. Sie fragte: Wer seid Ihr? Und ich erzählte Ihr was füre eine Gruppe wir sind und sie sagte darauf, Interessant und nannte mich guter Junge. Als sie den Bus verliess sagte sie Viel Glück und sie machen einen guten Job. Und das von einer Frau, die meine Grossmutter sein könnte. Das zeigt die mentalität, die wir immer wieder aufs Neue erleben durften und wir waren etwas überrascht, auch speziell beim Bademoden-Wettbewerb, als wir erklärten, dass dies der Mister Gay Europe Bademoden-Wettbewerb ist, haben in manchen Ländern die Besucher das bad verlassen, hier riefen sie die Freunde im Hotel an, sodass mehr Leute zusahen. Sie jubelten den Kandidaten zu, natürlich sehr für den Kandidaten aus Österreich aber auch den Delegierten der anderen Länder. Für mich als Präsident ist es wichtig, dass sich die entsendeten Kandidaten wohl und angenehm fühlen und in Österreich war das nirgens ein Problem.

Als nächstes findet die Mister Gay World Wahl in Rom statt, wo sich die beiden ersten Plätze bereits auf ein neues Voting freuen dürfen.

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Der kleine Wehrmutstropfen in Vorarlberg war, das sich die Bevölkerung zwar von der besten Seite gezeigt hatte, aber sich kein Politiker dazu bewegen konnte, der Mister Gay Europe Wahl beizuwohnen. Auch auf Anfrage nach einem Interview mit dem Bürgermeister der Stadt Bregenz Markus Lienhart, war keine Antwort ein vielsagendes Zeichen, wieviel auf politischer Ebene noch zu tun ist im Ländle. Da der Bürgermeister und vorarlbergs Politiker sehr wohl sich gerne als liberal bezeichnen, konnten wir das in den letzen Jahren leider nicht bestätigen. Hier bleibt nur zu hoffen, dass die bevorstehenden Wahlen auch ein klares Zeichen in Richtung offener Gesellschaft senden werden.
 

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Zivilehe kommt in Österreich über die Hintertüre

Zwei im Bezirk Kitzbühel lebende Holländer haben in den Niederlanden das Ja-Wort gegeben und erhalten in ihrem Herkunftsland schon seit 2001 die selben Rechte wie heterosexuelle Paare.

Homo Ehe
 

Das dies in Österreich nicht so ist, wird demnächst das Gericht beschäftigen, denn die Beiden Niederländer haben diese Ungleichheit geklagt. In Österreich gibt es lediglich ein Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Beziehungen und diese würde ihre Rechte massive beschneiden. Die ÖVP und FPÖ haben bislange die Zivilehe für homosexuelle Paare nicht erlaubt und sehen darin eine Gefährdung der traditionellen Ehe. Ob die Klage erfolgreich sein wird, wird sicher spannend werden, da sich die beiden Niederländer auch auf diese seit Jahren in Holland herrschende Tradition der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare berufen, und somit auch diese Tradition verteidigen.

Der Fall ist derzeit beim Verwaltungs- als auch beim Verfassungsgerichtshof anhängig und beschäftig derzeit jene Gerichte.
Ihr Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner spricht von einer Grundsatzfrage und verweist auf das Unionsrecht.

Auch bei der Adoption von Kindern sind noch einige Frage offen, denn in den Niederlende dürfen Paare Kinder adoptieren. Die Bezirkshauptmannschaft hat auf eine Anfrage des Paares eine Eignungsbeurteilung in Aussicht gestellt. In einem Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel, verweist das Amt darauf, dass die beiden zum Zwecke sozialarbeiterischer Erhebungen eine Anmeldung zur Absolvierung eines Vorbereitungskurses für Adoptionen angehalten werden. Sollte dies so jedoch in dieser Form durchgeführt werden und eine negative Beurteilung zur Folge haben, dann würde diese Eignungsbeurteilung künftig auch für heterosexuelle Paare künftig gelten.

Sollten sich als die Österreichischen Gerichte oder Behörden in diesem Fall nicht einigen können, dann werden das gebürtige Holländische Paar den Prozess beim Menschenrechtsgerichtshof bestreiten.
 

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VfGH: Samenspendeverbot für lesbische Paare ist verfassungswidrig

Riesenerfolg der RKL-Klagsoffensive
VfGH: Samenspendeverbot für lesbische Paare ist verfassungswidrig
Rechtskomitee LAMBDA: „Ein großer Tag für den österreichischen Rechtsstaat“

RKL - Rechtskomitee Lambda
 
 
 

Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle sowie transidente Frauen und Männer, feiert den fünften großen Erfolg seiner EP-Klagsoffensive. In einer weltweit bahnbrechenden Entscheidung hat der Verfassungsgerichtshof die gesetzliche Beschränkung der medizinisch unterstützten Fortpflanzung auf verschiedengeschlechtliche Ehen und Lebensgemeinschaften aufgehoben.

Nach dem Bindestrich bei Doppelnamen, der nachträglichen Annahme eines Doppelnamens, der Zeremonie samt JA-Wort und Trauzeugen sowie dem Amtsraumzwang hat der Verfassungsgerichtshof nun das fünfte Mal in einem von RKL-Präsident Dr. Helmut Graupner vertretenen Verfahren im Zuge der RKL-EP-Klagsoffensive, die Gleichstellung von Ehe und EP angeordnet. Für das Verbot der Samenspende bei lesbischen Paaren sehen die VerfassungsrichterInnen keinen Grund. Auch die traditionelle Familie ist nicht tangiert, wenn der Kinderwunsch gleichgeschlechtlicher Paare erfüllt wird, erkannten sie. Symbolträchtig fällten die Verfassungsrichter ihr heute bekanntgegebenes bahnbrechendes Urteil am 10. Dezember 2013, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.

Christina Bauer ist österreichische und Daniela Bauer deutsche Staatsbürgerin. 2008 sind sie in Deutschland die eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen und anschliessend nach Wels in Oberösterreich gezogen.

Christina möchte durch medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Samenspende) ein Kind empfangen und Daniela hat dem, gerichtlich beglaubigt, zugestimmt. Beide freuen sich darauf, mit dem leiblichen Kind Christinas ein glückliches Familienleben zu führen. Doch der Gesetzgeber hat ihnen einen bösen Strich durch die Rechnung gemacht.

Landesgericht Wels: Frauen sollen nach Deutschland fahren

Mit Einführung der EP wurde medizinisch unterstützte Fortpflanzung in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ausdrücklich verboten. Strafe: bis zu EUR 36.000,– Geldstrafe oder bis 2 Wochen Haft. Damit wird Frauen (unter Strafandrohung) die Fortpflanzung verboten, bloß weil sie mit einer anderen Frau, und nicht mit einem Mann, in einer Partnerschaft leben. Lesbischen Frauen (auch alleinstehenden), denen ein Geschlechtsverkehr entgegen ihrer sexuellen Orientierung (und bei Paaren entgegen ihres Treueversprechens) nicht zumutbar ist, wird praktisch jede Fortpflanzung untersagt.

Daniela & Christina Bauer haben 2010 beim Bezirksgericht Wels beantragt, die Zustimmung Danielas zu gerichtlichem Protokoll zu nehmen (eine der gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit der medizinisch unterstützten Samenspende). Das Bezirksgericht hat den Antrag im März 2010 abgewiesen und das Landesgericht Wels im Juni 2010 diese Abweisung bestätigt. Es sei weder die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt noch die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union (Deutschland kennt kein entsprechendes Fortpflanzungsverbot). Die Frauen könnten ja zur Samenspende nach Deutschland fahren.

Der Oberste Gerichtshof sah das anders. Zweimal beantragte er, beim Verfassungsgerichtshof das Verbot als verfassungswidrig aufzuheben (OGH 22.03.2011, 3 Ob 147/10d; OGH 19.12.2012, 3 Ob 224/12f).

Zusätzlich hat sich ein Wiener Frauenpaar, das auch in eingetragener Partnerschaft verbunden ist, direkt an den Verfassungsgerichtshof gewandt und ebenfalls die Aufhebung des Verbots beantragt (G 44/2013).

Vater-Mutter-Kind-Familien nicht berührt

In seinem heute veröffentlichten Erkenntnis bekräftigt der Verfassungsgerichtshof, dass auch gleichgeschlechtliche Paare (mit Kindern) Familie sind (VfGH 10.12.2013, G 16/2013, G 44/2013, par. 36). Der Ausschluss lesbischer Paare von Samenspenden könne auch nicht mit dem Schutz der traditionellen (verschiedengeschlechtlichen) Familie gerechtfertigt werden, weil gleichgeschlechtliche Partnerschaften „nicht in einem Substitutionverhältnis zu Ehen und verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften (stehen) sondern (…) zu diesen hinzu(treten); sie vermögen diese daher auch nicht zu gefährden“ (par. 54).

Auch gleichgeschlechtlichen Paaren kommt das Menschenrecht auf Fortpflanzung zu (Art. 8 EMRK), so die 14 VerfassungsrichterInnen (par. 50). Die Beschränkung zulässiger Methoden medizinisch unterstützter Fortpflanzung auf die Überbrückung von Fertilitätsproblemen in heterosexuellen Lebensgemeinschaften und Ehen ist nicht verhältnismäßig und diskriminierend (par. 47).

In einer Stellungnahme an den VfGH hatte die Bioethikkommission der Bundesregierung mit überwältigender ¾-Mehrheit die Aufhebung des Verbots befürwortet

Die Entscheidung des VfGH ist die weltweit erste, mit der ein Höchstgericht den Ausschluß lesbischer Paare von medizinisch unterstützter Fortpflanzung als Menschenrechtsverletzung erkennt.

Eigentor der ÖVP

Die ÖVP hat sich durch das Beharren auf dem Samenspendeverbot für lesbische Paare ein Eigentor geschossen. Denn mit der vom VfGH (per 31.12.2014) verfügten Aufhebung von Teilen des Fortpflanzungsmedizingesetzes entfallen auch Beschränkungen für heterosexuelle Paare gegen deren Beseitigung sich die ÖVP stets hartnäckig quergelegt hat.

So entfällt der Nachweis, dass sich Paare, bevor sie zu einer künstlichen Befruchtung zugelassen wurden, “allen möglichen und zumutbaren Behandlungen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft durch Geschlechtsverkehr” unterzogen haben mussten (§ 2 Absatz 2). Ebenso das Verbot der In-vitro-Fertilisation (Vereinigung von Ei- und Samenzellen nicht im Körper der Frau sondern im Labor) mit einem Spendersamen (§ 3 Absatz 1 & 2).

Um diese Regelungen wieder einzuführen braucht die ÖVP nun ihren Koalitionspartner. Kommt eine Einigung nicht zustande, kommt es (ab 1. Jänner 2015) zu dieser Liberalisierung auch für heterosexuelle Paare.

„Das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs ist großartig, historisch und bahnbrechend“, sagt der Präsident des RKL und Rechtsanwalt der vier Beschwerdeführerinnen Dr. Helmut Graupner, „Heute ist ein großer Tag für den österreichischen Rechtsstaat“.

Das 1991 gegründete Rechtskomitee LAMBDA (RKL) arbeitet überparteilich und überkonfessionell für die umfassende Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte gleichgeschlechtlich l(i)ebender Frauen und Männer. In seinem Kuratorium vereinigt es so prominente Mitglieder wie Altbundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer, die vormalige Justizministerin Mag. Karin Gastinger, Volksanwältin a.D. NRAbg.a.D. Mag. Terezija Stoisits, NRAbg Petra Bayr, NRAbg.a.D. Gerald Grosz und BRAbg Marco Schreuder, den vorm. Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Dr. Erik Buxbaum, die vormalige Präsidentin der österreichischen Richtervereinigung Dr. Barbara Helige sowie die Vorsitzende der FG Grundrechte der Richtervereinigung Dr. Mia Wittmann-Tiwald, die Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien Dr. Elisabeth Rech, den vorm. Vorstandsvorsitzenden der D.A.S.-Rechtsschutzversicherung Dr. Franz Kronsteiner, den Präsidenten des Weissen Rings Dr. Udo Jesionek, den Generalsekretär von Amnesty International Österreich Mag. Heinz Patzelt, den Vizepräsidenten des Verwaltungsrats der EU-Grundrechteagentur Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak und die bekannten Menschenrechtsexperten Dr. Lilian Hofmeister und Univ.-Prof. Dr. Hannes Tretter, die Verfassungsexperten Univ.-Prof. Dr. Christian Brünner, Univ-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk, Univ.-Prof. Dr. Heinz Mayer und Univ.-Prof. Dr. Ewald Wiederin, die Legal Gender Studies Experten aoProf. Dr. Elisabeth Holzleithner und Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Benke, den renommierten Kinder- und Jugendpsychiater Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich und die Kinder- und JugendanwältInnen von Wien DSA Monika Pinterits und Dr. Anton Schmid, die Sexualwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Josef Christian Aigner, Univ.-Prof. Dr. Rotraud Perner und Univ.-Lekt. Mag. Johannes Wahala, Life-Ball-Organisator Gery Keszler u.v.a.m. Das 15jährige Bestehen des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) wurde über Einladung von NRPräs. Mag. Barbara Prammer am 2. Oktober 2006 mit einem historischen Festakt im Nationalratssitzungssaal des Parlaments in Wien gefeiert. Dieser weltweit ersten Ehrung einer homosexuellen Bürgerrechtsorganisation in einem nationalen Parlament wohnten unter den über 500 TeilnehmerInnen auch höchste RepräsentantInnen aus Justiz, Verwaltung und Politik bei (http://www.rklambda.at/festakt/index.htm). Seit 2010 ist das RKL Mitglied der Grundrechteplattform der EU-Grundrechteagentur (www.fra.europa.eu).

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