Deutsche Fans zeigen Homophobie die Rote Karte

Berlin – “Fussballfans gegen Homophobie” -in deutschen Stadien zu sehen

“Schwule Sau” nach wie vor ein gängiges Schimpfwort. Jetzt setzen Fans ein Zeichen gegen Homophobie im Fußball, was für manchen Anhänger eine Provokation darstellt.

Ein sechs mal ein Meter große, lilafarbene Spruchband zeigt zwei sich küssende Männer und einen Regenbogen. Seit Monaten ist das Banner mit der Aufschrift “Fußballfans gegen Homophobie” in deutschen Stadien zu sehen. Fans des Berliner Borussia haben es auf die Reise geschickt – als Zeichen gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben im Fußball.

Samstags hängte die Aufforderung zur Akzeptanz beim Spiel Schalke gegen Werder Bremen.

Christian Rudolph von der Initiative “Fußballfans gegen Homophobie” betont: “Wir wollen das Thema aus der Tabu-Ecke bekommen”. In der öffentlichen Debatte gehe es viel zu oft um das Outing schwuler Profi-Spieler. Für uns als Fans ist die sexuelle Ausrichtung völlig nebensächlich, wichtiger ist es, dass die Kultur im Stadion so angenehm ist, das sich zwei Männer oder zwei Frauen auch küssen können.”

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, trug in den vergangenen Jahren dazu bei, dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Seit einer Satzungsänderung im Jahr 2010 gehört die Beseitigung von Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung explizit zu den Zielen des Verbands.

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